Historie

Vereinsgründung

Am 8. November 1959 trafen sich auf Initiative von Kuratus Happ (Breitenbrunn) und Raimund Schwab Anhänger und Freunde des Fußballsports aus Oberndorf in der Gaststätte "Zur Rose" und gründeten die Spielergemeinschaft DJK Oberndorf.

1. Vorsitzender Anton Schreck

2. Vorsitzender

Robert Hirsch

Schriftführer

Georg Teubert

Kassier

Siegfried Väth

Mannschaftsbetreuer

Engelbert Ott

Jugendbetreuer

Richard Roos

 Die allererste Vorstandschaft der DJK Oberndorf im Jahr 1959

Beginn des Spielbetriebs

Das erste Freundschaftsspiel fand am 29. November 1959 gegen den FSV Esselbach statt. Da kein eigener Sportplatz zur Verfügung stand, mussten alle Spiele auswärts ausgetragen werden. Die Gemeinde Altfeld stellte unserem Verein damals einen Sportplatz kostenlos zur Verfügung, der von unseren Mitgliedern wieder für den Spielbetrieb hergerichtet wurde.

 

In der Saison 1960/61 beteiligte sich die DJK Oberndorf erstmalig an der Verbandsrunde der C-Klasse Gemünden-Marktheidenfeld. Das erste Spiel ging gegen Frankonia Lengfurt mit 1:2 verloren. Das erste Tor für die DJK in einem Verbandsspiel erzielte Franz Väth.

1:2-Niederlage gegen Lengfurt: Spielberichtsbogen vom ersten Verbandsspiel im Jahr 1960

Sportplatzbau

Bereits bei der Gründung des Vereins bestand darüber Einigkeit, baldmöglichst einen eigenen Sportplatz in der Gemeinde zu schaffen. Dafür bot sich als nahezu einzige Möglichkeit das Gelände des alten Steinbruches an, der wenige Jahre zuvor das Baumaterial für die Ortskirche geliefert hatte.

 

Durch Mithilfe der Gemeinde konnte die DJK nach langwierigen Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern erreichen, dass das Gelände für den Sportplatz zur Verfügung gestellt wurde. Von der Baufirma Best, die beim Autobahnbau beschäftigt war, erhielt man für die Erdarbeiten zwei große Planierraupen. Die Arbeiten wurden mit der tatkräftigen Unterstützung des Gesangvereins "Spessartlust" und der Ortsgruppe Oberndorf im "Spessartbund" durchgeführt.

 

Am 24. Juni 1962 wurde der neue Sportplatz seiner Bestimmung übergeben und ein Pokalturnier ausgetragen. 1968 erwarb die Gemeinde Oberndorf das Sportplatzgelände von den Eigentümern und stellte es 1974 der DJK für 25 Jahre kostenlos zur Verfügung.

Reinhold Abt Herbert Aulbach Otto Behl Anton Eitel Gerhard Eitel
Gottfried Eitel Richard Eitel Waldemar Engelhardt Otto Fries Oskar Hefter
Arnold Heim Norbert Hock Engelbert Kirsch Ludwig König Reinhard König
Wolfgang Krebs Friedrich Kremer Oswald Kunkel Wilhelm Kunkel Alfred Leimeister
Alfred Leimeister Engelbert Leimeister Kurt Leimeister Werner Leimeister Erich Mussauer
Oswald Mussauer Horst Ott Hermann Reusch Edgar Roos Oswald Roos
Otmar Roos Peter Albert Ernst Schneider Kurt Schreck Reinhold Schreck
Winfried Schmitt Berthold Schwab Elmar Schwab Erich Schwab Heinrich Schwab
Heinz Schwab Josef Schwab Oskar Schwab Reinhold Schwab Richard Schwab
Walter Schwab Walter Stein Adolf Väth Alban Väth Anton Väth
Emil Väth Engelbert Väth Erhard Väth Franz Väth Heinrich Väth
Josef Väth Oskar Väth Markus Väth Siegfried Väth Theobald Väth
Walter Väth Günter Weidner Wolfgang Weidner    

63 Mitglieder zählte die DJK Oberndorf im Gründungsjahr 1959

Gründungsfest

Am 10. Juli 1960 feierte die Spielergemeinschaft DJK Oberndorf ihr Gründungsfest. Mit dem Erlös dieses Festes wurden bisher angefallene Kosten finanziert und ein Grundstock für die Weiterführung der Arbeiten und des Spielbetriebes geschaffen.

 

Erste Meisterschaft und Aufstieg

1964 wurde die 1. Mannschaft Meister der C-Klasse und schaffte somit den Aufstieg in die B-Klasse. Trainer dieser Mannschaft war Ferkinghoff vom SV Wertheim. Die Mannschaft konnte sich bis zur Saison 1968 in der B-Klasse halten. 1966 wurde am Sportplatz auch ein Sportheim errichtet.

 

Eintragung ins Vereinsregister

Mit der Eintragung ins Vereinsregister 1968 erhielt die DJK die Rechtsform des eingetragenen Vereins. 1969 konnte das 10-jährige Stiftungsfest gefeiert werden. Zu diesem Anlass wurde der damalige Bürgermeister Ruprecht Kirsch zum 1. Ehrenmitglied des Vereins ernannt. In den Jahren 1969 bis 1974 veranstaltete die DJK jährlich ein Pokalturnier. Mit der Errichtung einer Turnhalle durch die Gemeinde Oberndorf im gleichen Zeitraum bestand nun erstmals die Möglichkeit für ein ordentliches Training im Winter.

 

Ausweitung der sportlichen Aktivitäten

In den 1970er Jahren weiteten sich die sportlichen Aktivitäten des Vereins aus: Seit der Saison 1970/71 spielten eigene Jugend- und Schülermannschaften in den Verbandsrunden mit, die mit Meisterschaften 1976/77 und 1977/78 schöne Erfolge erzielten. 1973 wurde eine Frauengymnastikgruppe gegründet und seit 1975 besteht eine Fußball-Alt-Herren-Mannschaft.

 

Im Juli 1974 wurde das 15-jährige Gründungsfest trotz regnerischen Wetters mit Erfolg durchgeführt. Die Installation einer Sportplatzbeleuchtung 1975 und die Anschaffung eines vereinseigenen Kleinbusses zum Transport der Schüler- und Jugendspieler waren weitere Verbesserungen im Spielbetrieb. Seit 1977 führt die DJK Oberndorf jedes Jahr eine Sportwoche durch, die nicht nur sportliche, sondern auch gesellschaftliche Veranstaltungen bietet.

 

Umzug auf das Schulsportgelände

1978 überließ die Gemeinde Oberndorf der DJK das Sportgelände zum Erbbaurecht auf 99 Jahre. 1979 beging der Verein sein 20-jähriges Stiftungsfest. Im Folgenden schaffte die 1. Mannschaft zum zweiten Mal den Aufstieg in die B-Klasse, in der sie sich bis 1984 halten konnte. Ins gleiche Jahr fielen die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Vereins.

 

Nachdem die Gemeinde Bischbrunn-Oberndorf 1982 eine neue Schulsportanlage gebaut hatte, konnte der dortige Fußballplatz ab der Saison 1984/85 zunächst probeweise auch durch die DJK genutzt werden. 1987 wurde der ordentliche Spielbetrieb endgültig auf diese neue Anlage verlegt. Als Gegenleistung verpflichtete sich der Verein zur Pflege und Unterhaltung der Anlage.

 

Am neuen Standort war es notwendig, ein Sportheim zu errichten, um Zuschauer und Gäste zu bewirten und vor den Unbilden der Witterung zu schützen. Nach langwierigen Verhandlungen konnte ein Vertrag geschlossen werden, der langfristig die Nutzung der gemeindlichen Schulsportanlage ermöglichte.

 

Eine Teilfläche des Geländes wurde in Erbpacht für die Errichtung eines Sportheimes zur Verfügung gestellt, für das am 11. April 1987 der erste Spatenstich erfolgte. Mit fast ausschließlicher Eigenleistung und dem Einsatz vieler freiwilliger Helfer konnte das neue Sportheim für den Verein in kurzer Zeit erbaut werden. Ohne die vielen Materialspenden und den Arbeitsleistungen hätte die DJK diesen Bau nicht bewältigen können. An dieser Stelle sei allen Spendern und Helfern nochmals Danke gesagt.

 

Bereits im Dezember 1987 konnte die erste Generalversammlung im neuen Heim stattfinden. Zu diesem Anlass wurde Franz Väth für seinen herausragenden Einsatz beim Bau des Sportheimes und seine Verdienste für den Verein als Spieler und langjährigen 2. Vorsitzenden zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Aufstieg in die A-Klasse

Auch sportlich ging es wieder bergauf. In der Saison 1985/86 gewann die 1. Mannschaft zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte die Meisterschaft in der C-Klasse und stieg erneut in die B-Klasse auf. In der darauffolgenden Saison wurde der Durchmarsch in die A-Klasse nur knapp verpasst. In der Saison 1987/88 war es dann soweit: Die Mannschaft wurde Meister in der B-Klasse und spielte ab der Saison 1988/89 in der A-Klasse.

 

Auch die 2. Mannschaft war in diesen Jahren sehr erfolgreich. Dreimal in Folge konnte sie von 1984 bis 1987 die Meisterschaft erringen. 1989 beging die DJK ihr 30-jähriges Gründungsfest.

Arnold Heim seit 1993
Horst Ott seit 1996

Ehrenvorsitzende der DJK Oberndorf

Bau der Pergola

Im Anschluss an das Sportheim wurde 1990 eine Pergola und eine Grillhütte in Eigenleistung errichtet, um den Besuchern eine erweiterte Sitz- und Unterstellmöglichkeit zu bieten. 1995 wurde der Boden in diesem Bereich gepflastert.

 

1991 war die DJK erstmals Austräger des alljährlich stattfindenden VG-Turniers. 1994 beging die DJK ihr 35-jähriges Jubiläum mit einem Kommersabend in der Aula der Verbandschule. Das Dach des Sportheimes wurde 1996 saniert und am Sportgelände die Bandenwerbung angebracht. Seit 1997 besteht auch eine F-Jugend. Der Spielbetrieb bei den Schüler- und Jugendmannschaften wird seit 1979/80 überwiegend zusammen mit den Nachbarvereinen Bischbrunn und Esselbach durchgeführt.

 

Gewinn der Deutschen Meisterschaft

Ein absoluter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Erringung einer Deutschen Meisterschaft. Die Triathlon-Mannschaft mit Reinhold Schubert, Rolf Seitz und Reinhard Kruse wurde im Jahr 1999 Deutscher Mannschaftsmeister in der Altersgruppe M 40/45. Die Meisterschaft wurde gebührend gefeiert und mit einem gemeindlichen Empfang in der "Bürgerstube" geehrt.

 

Im Jahr 2001 gewann die Triathlon-Mannschaft die Deutsche Meisterschaft in der Altersgruppe 50/55. Das Trio entwickelte sich zum nationalen Aushängeschild des Vereins. Im Jahr 2003 krönte Carmen Krebs ihre sportliche Laufbahn: Sie wurde in der Altersgruppe W 30 in Steinbeck/Münsterland Deutsche Meisterin im Triathlon.

Oskar Hefter Ludwig König Engelbert Ott
Richard Roos Ernst Werner Valentin Schreck
Wilhelm Kunkel Gerhard Eitel Siegfried Väth
Winfried Schmidt Oswald Mussauer Ruprecht Kirsch
Friedrich Krämer Hermann Reusch Franz Väth
Heinrich Schwab Kurt Schreck Josef Schwab
Herbert Aulbach Reinhard König Waldemar Engelhardt

Ehrenmitglieder der DJK Oberndorf

Entwicklung im Fußball

Um die Jahrtausendwende kriselte die Fußballabteilung. Im Jahr 2000 stieg die 1. Mannschaft in die Kreisklasse ab, nur eine Saison später sogar in die A-Klasse (frühere B-Klasse).

 

Lebhafte Diskussionen löste im Jahr 2003 ein Antrag des SV Bischbrunn auf eine Fusion der beiden Fußballmannschaften aus. Da die DJK zu diesem Zeitpunkt eine junge, hoffnungsvolle Mannschaft besaß, sah die Mehrzahl der Mitglieder keine Notwendigkeit und lehnte die Fusion ab.

 

Verleihung der "Silbernen Raute"

Das besondere ehrenamtliche Engagement der DJK wurde durch die erstmalige Verleihung der "Silbernen Raute" durch den Bayerischen Fußballverband gewürdigt. Die DJK war der erste Verein im Landkreis Main-Spessart, dem diese Ehre zuteil wurde.

 

Neues Sportheim am Steinbruch

In den Jahren 2004 und 2005 wurde das alte Sportheim am Steinbruch abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Im selben Zeitraum ging die DJK mit einer vereinseigenen Homepage online. Nachdem die erfolgreichen Triathleten den Verein gewechselt hatten, wurde mit dem Nordic-Walking eine neue Breitensport-Abteilung gegründet, die sich vor allem bei den Frauen großer Beliebtheit erfreut. Mit der Verleihung der zweiten "Silbernen Raute" ging ein ereignisreiches Jahr 2005 zu Ende.

 

Das Sportheim am Steinbruch wurde nicht nur zu Trainingszwecken genutzt: Um die Geselligkeit zu pflegen und die Vereinskasse aufzufrischen, bot die DJK zum Jahresanfang 2005 erstmals ein Lakefleischessen an. Diese Spessarter Spezialität, am Lagerfeuer gegart, erfreut sich seither immer größerer Beliebtheit und gehört zum festen Jahresrhythmus dazu.

 

Nachdem die Gemeinde die Ortskanalisation erneuert und zusammen mit dem Landkreis die Ortsdurchfahrt neu ausgebaut hatte, wurde 2006 die Auffahrt zum alten Sportplatz erneuert. Da auch die Gemeindekasse "klamm" und die Verhältnisse unzumutbar geworden waren, sanierte die DJK die Duschen in der Turnhalle der Schule auf eigene Rechnung. Zur Finanzierung wurde ein gut besuchtes "Open Air"-Konzert mit der Kapelle "Kleeblatt" auf dem Festplatz ausgetragen.

 

Zerstörung der Pergola
Das Jahr 2007 begann mit einem "Nackenschlag": Der Sturm "Kyrill" zerstörte Pergola und Grillhütte komplett. Ein Schaden von mehreren 10 000 Euro entstand. Ein kompletter Neubau wurde erforderlich. Hier zeigte sich, dass auf unsere "alte Garde" und unsere Ehrenmitglieder Verlass ist: Obwohl selbst in die Jahre gekommen, ließen sie "ihre DJK" nicht im Stich und bauten in Rekordzeit eine neue Pergola mit Grillhütte. Diese konnte bei der Sportwoche 2008 eingeweiht werden.

 

Gründung der Jugendfördergemeinschaft

Im selben Jahr richtete der Verein das 3. DJK-Jugendzeltlager aus, an dem 68 Jugendliche teilnahmen. Was im Seniorenbereich noch nicht möglich war, wurde im Jugendbereich mit der Gründung der Jugendfördergemeinschaft (JFG) vollzogen: Zusammen mit Bischbrunn, Esselbach und Steinmark spielen die DJK-Nachwuchskicker mit Gleichaltrigen in einer Mannschaft.

 

Unsere traditionelle Sportwoche

Aus dem jährlichen Vereinsleben nicht wegzudenken ist die Ausrichtung der Sportwoche. Jedes Jahr zum Ferienbeginn und vor Beginn der Verbandsrunde richtet die DJK dieses traditionelle Sportereignis aus. Namhafte Vereine aus der ganzen Region testen dabei ihre Fitness und den Stand ihrer Vorbereitungen auf die neue Saison. Bei meist sommerlichen Temperaturen kommen dabei nicht nur die Fußballfans auf ihre Kosten: Die Sportwoche ist ein gesellschaftliches Ereignis, bei dem man(n) oder Frau sich trifft.

1959-1962 Anton Schreck
1963 Reinhard König
1964-1979 Arnold Heim
1979-1985 Werner Leimeister
1986-1996 Horst Ott
1996-2002 Erwin Schwab
2002-2008 Inge Deffner
2008-2016 Klaus Singer

Vorsitzende in der Geschichte der DJK Oberndorf

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