Quadriga übernimmt Führung

Ära Klaus Singer geht nach zehn Jahren zu Ende

Die DJK Oberndorf wird in Zukunft von einer Quadriga geführt: Bei der Jahresversammlung im Sportheim wählten die 42 anwesenden Mitglieder Hugo Schwab (Leiter Sport), Inge Deffner (Leiterin Öffentlichkeitsarbeit), Maria Straub (Leiterin Finanzen) und Erwin Schwab (Leiter Veranstaltungen) zu gleichberechtigten Vorsitzenden.

Die neue Führungs-Quadriga (von links): Erwin Schwab (Veranstaltungen), Maria Straub (Finanzen), Inge Deffner (Öffentlichkeitsarbeit) und Hugo Schwab (Sport).
Die neue Führungs-Quadriga (von links): Erwin Schwab (Veranstaltungen), Maria Straub (Finanzen), Inge Deffner (Öffentlichkeitsarbeit) und Hugo Schwab (Sport).

Klaus Singer, der den Verein seit 2006 geleitet hat, legte sein Amt nach zehn Jahren nieder. „Ich will nun etwas kürzer treten und anderen das Feld überlassen“, erklärte der scheidende Vorsitzende seinen Rückzug. Singer, der künftig als Beisitzer fungieren wird, bedankte sich bei der Vorstandschaft für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Ansonsten brachten die Neuwahlen wenig personelle Rotation: Kassiererin Andrea Fehr wird ihr Amt ebenso weiterführen wie Schriftführer Andreas Martin. Als weitere Beisitzer wurden in die Vorstandschaft gewählt: Otto Schreck, Steffen Schwab, Florian Hinkel, Andre Mussauer, Robert Heim, Michael Schwab, Klaus Schreck, Felix Reusch, Sebastian Eyrich, Gerda Kaufmann, Karl-Heinz Mussauer, Irene Holzmeier und Horst Ott.

 

Familien zahlen nun zehn Euro mehr

 

Einstimmig beschlossen die Mitglieder eine Anpassung der Jahresbeiträge: Kinder bis 14 Jahren zahlen ab kommendem Jahr 15 Euro, Jugendliche ab 15 Jahren 21 Euro, Erwachsene 51 Euro (jeweils plus drei Euro). Für Familien werden künftig 98 Euro (plus zehn Euro) fällig.

 

„Unser Zugpferd, die Sportwoche, war wieder sehr gut besucht“, blickte Singer zurück auf eine von vielen Veranstaltungen, die der Verein im vergangenen Jahr ausgetragen hatte. Das Kesselfleischessen am Rosenmontag erfreute sich ebenso großer Beliebtheit wie das Lakefleischessen, bei dem man „so viel Fleisch wie nie zuvor“ habe verkaufen können.

 

Die Radtour im Juli bewertete der ehemalige Vorsitzende als „tollen Erfolg mit einer ordentlichen Teilnehmerzahl“, ebenso das Freizeitturnier, das die Fußballer in Eigenregie erfolgreich durchgeführt hätten. Wenig Zuspruch fand dagegen die Wanderung im Januar, an der nur neun Leute teilnahmen.

 

Singer bedankte sich bei allen Mitgliedern und Helfern, „die sich im zurückliegenden Jahr in den Dienst des Vereins gestellt haben.“ Kassiererin Maria Straub legte einen einwandfreien Kassenbericht vor. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

 

Sorgenkind zweite Mannschaft

 

Anschließend folgten Berichte aus den Abteilungen: Bei den Fußballern belegt die erste Mannschaft momentan den siebten Rang, nachdem sie in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Kreisklasse nur um zwei Punkte verpasst hat. Sorgen machte sich Berichterstatter Günther Schwab um die Reservemannschaft: „Hier wird es immer schwieriger, elf Spieler zu stellen.“

 

Angesichts des fehlenden Personals meinte er: „Wenn wir Erfolg haben wollen, müssen wir alles auf eine Mannschaft konzentrieren.“ Ehrenmitglied Horst Ott sprach sich dagegen für eine Reserve aus. Seine Befürchtung im Falle einer Abmeldung: „Spieler, die es nicht in die erste Mannschaft schaffen, hören dann ganz auf.“

 

Auch dem Junioren-Fußball fehlen die Spieler. „Wir haben im vergangenen Jahr unsere U9-Mannschaft eingebüßt“, berichtete Jugendleiter Michael Schwab. Nun zeichne sich ab, dass man auch die U13 abmelden müsse. „In Zukunft wird wohl in den Städten gespielt werden müssen.“ Hier müsse man Kooperationen eingehen, die es den Kindern ermöglichten, nahe der Heimat Fußball zu spielen.

 

Die Altherren-Fußballer absolvierten im vergangenen Jahr 15 Spiele. Die Tatsache, dass man 2015 ein durchgängiges Training habe anbieten können, wertete Hugo Schwab als „riesen Erfolg“. Höhepunkte seien das Turnier im Rahmen der Sportwoche, das Turnier in Haibach und der Ausflug nach Prag gewesen. In diesem Jahr führt die Reise der Altherren nach Oberstdorf.

 

Zumba-Kurs kommt gut an

 

Sportlich vielseitig unterwegs ist die Männergruppe, die von Horst Ott betreut wird. Während im Winter Gymnastik in der Halle auf dem Programm stehe, fahre man im Sommer Rad oder wandere durch den Spessart. Auch bei sieben Wanderungen des Diözesanverbandes sei man mit vier bis elf Teilnehmern wieder stark vertreten gewesen.

 

Die Damengymnastikgruppe, berichtete Judith Schreck, bestehe aktuell aus 13 Frauen, von denen sechs bis zehn regelmäßig zum Sport kämen. Trainiert würden vor allem Rücken und Tiefenmuskulatur unter Einsatz von Handgeräten wie Bälle oder Bänder. Der Zumba-Kurs im März sei mit 27 Teilnehmerinnen sehr gut angenommen worden.

 

„Sport, Spiel und Spaß“, lautet das Motto der Kinderturngruppe, die von Miranda Kafara geleitet wird. Für die 15 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren stehe das Miteinander im Vordergrund. So habe man gemeinsam die Weed in Esselbach besucht oder Minigolf in Marktheidenfeld gespielt.

 

Für die Jugendturngruppe ist seit September Annabell Schwab verantwortlich. Auf dem Programm stehe vor allem Bauch-Beine-Po mit dem Ziel, die Jugendlichen ab 14 Jahren „weg vom Spielerischen, hin zum Sport“ zu führen.

 

Die Seniorengruppe unter Leitung von Irene Holzmeier trifft sich einmal in der Woche in der Turnhalle. Daneben gebe es fünf bis sechs Mal im Jahr verschiedene Unternehmungen: „Wir haben gemeinsam Altweiberfasching gefeiert, die Sportwoche besucht und einen Ausflug zum Mohr nach Michelrieth gemacht. Ich wünsche mir, dass wir hoffentlich noch einige Jahre gemeinsam Gymnastik machen können.“